Ego-State-Therapie – was ist das?


Die Ego-State-Therapie ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der mit Persönlichkeitsanteilen - den sogenannten Ego-States arbeitet und somit auf einem Teilemodell der Persönlichkeit beruht. In den letzten Jahren ist die Bedeutung der Ego-State-Therapie stark gestiegen, was sich u.a. in der zunehmenden Zahl an Publikationen, Fachkongressen und Ausbildungsgängen wiederspiegelt.

Das "Ich" ist im Ego-State-Modell durch eine Anzahl von Ego-Zuständen (Persönlichkeitsanteilen) charakterisiert, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind. Gewöhnlich zeigen sich Schwierigkeiten oder Störungen dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten.
Die Entstehung von Ego-States sowie die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen ihnen stehen u.a. in engem Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen.

Das Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration als ein Zustand, in dem die einzelnen Ego-States in vollständiger Kommunikation miteinander stehen, mentale Inhalte austauschen und in harmonischen Beziehungen miteinander existieren.

Auf der Grundlage der Hypnotherapie Milton Ericksons bietet die Ego-State-Therapie die Möglichkeit der Integration verschiedener psychotherapeutischer Ansätze. Sie ist neben ihrer Anwendung als ressourcenvolle Traumatherapiemethode auch zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut geeignet. 


Quelle: ©IfHE Berlin